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Vinci, Leonardo da

(1452 - 1519)

Leonardo da Vinci [leoˈnardo daˈvintʃi] (* 15. April 1452 in Anchiano bei Vinci; † 2. Mai 1519 auf Schloss Clos Lucé, Amboise) war Maler, Bildhauer, Architekt, Musiker, Anatom, Mechaniker, Ingenieur, Naturphilosoph und Erfinder in der Renaissance; er wird als das italienische Universalgenie bezeichnet. Sein Geburtsort Vinci war ein Kastell oder befestigtes Hügeldorf im Florentiner Territorium (ca. 30 km westlich von Florenz) nahe Empoli, von dem die Familie seines Vaters ihren Namen ableitete.

Leonardo bei Wikipedia >>>

Zitate:


"Wenn du in allerlei Gemäuer hineinschaust, das mit vielfachen Flecken beschmutzt ist, oder in Gestein von verschiedener Mischung - hast du da irgendwelche Szenerien zu erfinden, so wirst du dort Ähnlichkeiten mit diversen Landschaften finden, die mit Bergen geschmückt sind, Flüsse, Felsen, Bäume - Ebenen, große Täler und Hügel in wechselvoller Art; auch wirst du dort allerlei Schlachten sehen und lebhafte Gebärden von Figuren, sonderbare Physiognomien und Trachten und unvermeidliche Dinge, die du auf eine vollkommene und gute Form zurückbringen kannst." (vor 1519)

"So wie das Eisen außer Gebrauch rostet und das stillstehende Wasser verdirbt oder bei Kälte gefriert, so verkommt der Geist ohne Übung."

"In der Kunst können wir für Gottes Enkel gelten."

"Zuverlässige Regeln sind die Kinder einer zuverlässigen Erfahrung, die in der Tat die Mutter sämtlicher Wissenschaften und Künste ist."

"Es genügt nicht zu glauben, was du siehst, du mußt auch verstehen, was du siehst."

"Maler müssen die universellen Gesetze der Natur studieren und über alles gründlich nachdenken; und stets die echtesten
Beispiele jeder Art von Dingen auswählen. Dadurch wird der Geist des Malers wie ein Spiegel werden, der alles vor ihm Befindliche
getreulich wiedergibt; er wird gewissermaßen zu einer zweiten Natur werden."

"Das Malen ist die einzige Nachahmung der sichtbaren Natur, das heißt aller Formen, der Meere und der Felder, der Pflanzen und
der Tiere, des Grases und der Blumen und aller anderen von Licht und Schatten umspielten Dinge. Daher ist Malen eine
Wissenschaft, eine rechtmäßige Tochter der Natur - oder vielleicht könnten wir sie als eine Enkelin der Natur bezeichnen,
denn die Natur bringt sichtbare Dinge hervor, und ein Gemälde geht aus geschaffenen Dingen hervor."

"Ein Maler sollte ein Einsiedler sein. Die Einsamkeit ist von wesentlicher Bedeutung für seine Kunst. Bist du allein, gehörst
du nur dir selber; ist auch nur eine zweite Person anwesend, bist du nur zur Hälfte du selbst, und du wirst entsprechend der Anzahl
deiner Gefährten immer weniger du selbst sein."

"Es birgt eine Gefahr in sich, den Stil eines anderen Malers nachzuahmen: das führt zum Manierismus. Der Manierismus schließt
den Naturalismus aus."

"Jedermann macht zunächst Fehler; und wenn ein Maler niemals erfährt, welches seine Fehler sind, wird er sie auch niemals
korrigieren. Deshalb überprüfe deine Arbeit; und wenn du Fehler gemacht hast, korrigiere sie; und mache die gleichen Fehler nicht
abermals."

"Das beste Gemälde ist dasjenige, das am meisten seinem Gegenstand gleicht. Diese Aussage wird sicherlich gewisse Maler mit Verwirrung erfüllen, und zwar solche, die gern die Werke der Natur verbessern."

"Entdeckst du von selbst oder durch die Kritik anderer einen Fehler in deiner Arbeit, korrigiere ihn sofort und auf der Stelle; andernfalls zeigst du auch deinen Fehler vor, wenn du dem Publikum dein Werk vorführst. Mache keine Ausflüchte, rede dir nicht ein, du würdest dein Ansehen mit einer künftigen Arbeit wiederherstellen, denn dein Werk vergeht nicht wie der Klang von Musik, wenn du es aus der Hand gibst, es bleibt vielmehr ein dauerhaftes Denkmal deines Unvermögens. Wendest du ein, du hättest keine Zeit, Mühen auf dich zu nehmen, die für einen großen Maler nötig sind, weil du deinen Lebensunterhalt verdienen müsstest, kannst du nur dich selber tadeln: denn das Studium des Ausgezeichneten ist Nahrung für Geist und Körper."

"Nichts ist mehr dazu angetan, uns leichter zu täuschen, als unser eigenes Urteil über unser eigenes Werk. Wir haben mehr Nutzen davon, wenn unsere Feinde unsere Fehler aufzeigen, als wenn wir die Meinungen von Freunden hören. Freunde gleichen uns allzu sehr: sie täuschen uns genau so sehr wie unser eigenes Urteil."



Vlaminck, Maurice de Uecker, Günther