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Rodin, Auguste

(1840 - 1917)

François Auguste René Rodin (* 12. November 1840, Paris; † 17. November 1917, Meudon) war ein französischer Bildhauer und Zeichner. Mit ihm beginnt das Zeitalter der modernen Plastik und Skulptur.

Rodin bei Wikipedia >>>

Zitate:


"Welche Geduld, welche Zärtlichkeit verlangt die Kunst! Nichts ohne Arbeit!"

"Die Originalität, wie sie ds große Publikum versteht, existiert nicht in der hohen Kunst. Die Künstler, die nicht Geduld genug haben, um zu dem wirklichen Talent vorzudringen, ergeben sich dem Bizarren, der Absonderlichkeit des Themas oder der Formen ohne Rücksicht auf die Wahrheit. Und das nennen sie dann Originalität, aber das hat gar keinen Wert."

"Die Inspiration! Hahaha! Das ist ein alte romantische Idee ohne Sinn und Verstand. Die Inspiration, das ist so eine Art von Blitzschlag, der plötzlich einen jungen Menschen von zwanzig Jahren dazu treibt, eine Figur aus dem Marmorblock herauszuhauen, ein Meisterwerk auf den ersten Anlauf zu schaffen, im Delirium seiner Phantasie! Das ist blödsinnig, um so mehr als man schlecht sieht, wenn man jung ist, man liebt die Arbeit nicht, weil man nicht zu arbeiten versteht. Alles, was man in der ersten Hitze bei großer Exaltation macht, muß man nachher zerstören."

"Das technische Wissen und Können ist alles, aber gerade das will kein Mensch glauben. Man will lieber an etwas Außerordentliches, an etwas Übermenschliches glauben, als sich der Wirklichkeit fügen. Technisches Wissen, langsame und überlegte Arbeit, das sieht natürlich nicht so schön aus wie die Inspiration, das macht weniger Effekt; aber doch sind hier die einzigen Grundlagen der Kunst."

"Alle wesentlichen Formen sind da, und sie wären nicht mehr da, wenn ich die Arbeit dem äußeren Anschein nach mehr vollendete. Das Polieren und Überpolieren der Fußnägel und der Haarlocken würde die Hauptidee, die große Linie, die Seele dessen, was ich habe sagen wollen, verderben."

"Ich beobachte mein Modell lange, ich verlange von ihm keine bestimmte Pose, ich lasse es frei im Atelier herumgehen wie ein aus dem Stall entronnenes Pferd und ich halte die Beobachtungen fest, die ich dabei mache."

Rethel, Alfred