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Rauschenberg, Robert

(1925 - 2008)

Robert Milton Ernest Rauschenberg (* 22. Oktober 1925 in Port Arthur, Texas; † 12. Mai 2008 auf Captiva Island, Florida) war ein US-amerikanischer Maler, Grafiker, Fotograf und Objektkünstler und ein Wegbereiter der Pop-Art im 20. Jahrhundert. Rauschenberg vertrat die Ansicht, dass die von ihm angestrebte Wiedervereinigung der künstlerischen Bildwirklichkeit mit der Lebenswirklichkeit am besten dadurch erreicht werden könne, indem man Teile der realen Welt unverändert in die Kunst hereinholt. So kombinierte er in seinen Werken etwa Tennisbälle, Autoreifen, Fahrräder und ausgestopfte Ziegen auf hintersinnige Weise. Anders als andere Materialkünstler veränderte er diese materiellen Reste der „realen Welt“ jedoch nicht, sondern beließ sie so, wie sie sind.

Rauschenberg bei Wikipedia >>>

Zitate:


"[...] ich bin der Meinung, daß ein Bild wirklicher ist, wenn es aus Teilen der wirklichen Welt gemacht ist. [...] Malerei bezieht sich auf beides, auf die Kunst und auf das Leben, keines von beiden läßt sich herstellen; ich bemühe mich, zwischen beiden zu agieren." (1962)

"Kunst soll kein Konzept haben… Das ist das einzige Konzept, das für mich durchgängig gegolten hat."

"Ich mochte mich nie festlegen. Ich mochte nie das Endgültige. Das ist doch eine kranke Idee, die Kunst müsse irgendwie ideal und schön und in sich abgeschlossen sein. Wissen Sie, jedes Bild von mir könnte auch ganz anders aussehen. Und am liebsten ist es mir, wenn Sie meine Bilder nicht als Bilder ansehen. Es sind Spielfelder. Sie sollen Lust bekommen, selbst weiterzumalen und weiterzubauen." (ZEIT-Interview, 2006)

"Es fällt mir verdammt schwer, meine Bilder nicht mehr anfassen zu dürfen, sobald sie aus dem Atelier raus sind. So etwas wie ein fertiges Kunstwerk, das gibt es für mich nicht." (ZEIT-Interview, 2006)

"Ich bin kein Künstler, der Ideen hat. Ich hasse Ideen. Und wenn ich trotzdem mal eine habe, dann gehe ich spazieren, um sie zu vergessen. Ich brauche die Unsicherheit, das Nichtwissen. Das ist eigentlich wie bei einer Performance, da weiß man vorher auch nicht genau, was eigentlich passieren wird. Also, am besten bin ich ein unbeschriebenes Blatt, wenn ich ins Atelier gehe. Nicht selten bin ich leider auch beim Rausgehen ein unbeschriebenes Blatt." (ZEIT-Interview, 2006)

"Künstler, das Wort gab es bei uns zu Hause gar nicht. Dass ich immerzu gezeichnet und alle Schulbücher voll gekritzelt habe, das lag daran, dass ich nicht lesen und schreiben konnte. Ich bin Legastheniker, aber das wusste damals natürlich niemand. Vor ein paar Jahren habe ich einen Preis bekommen, dafür, dass ich mit meiner Legasthenie so weit gekommen bin. Tom Hanks hat damals auch einen Preis bekommen und noch ein paar Leute. Ich war sehr stolz und habe meine Mutter angerufen. Aber Tom Hanks kannte sie nicht. Und zur Legasthenie hat sie nur gesagt: »So heißt das also. Wir dachten immer, du bist einfach dumm." (ZEIT-Interview, 2006)

Rethel, Alfred Q - R