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Kunst im Blickpunkt


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Rathenau, Walter

(1867 - 1922)

Walther Rathenau (* 29. September 1867 in Berlin; † 24. Juni 1922 in Berlin-Grunewald, ermordet) war ein deutscher Industrieller, Schriftsteller und Politiker. Er wurde als Reichsaußenminister Opfer eines politisch motivierten Attentats der Organisation Consul. 1886-89 studierte er in Straßburg und Berlin Physik, Philosophie und Chemie bis zur Promotion („Die Absorption des Lichts in Metallen“). 1889-90 studierte er Maschinenbau an der Technischen Universität München. Nach gescheiterten Versuchen, dem Berufsbereich des Vaters durch die Hinwendung zur Kunst oder einer Offiziers- und Diplomatenkarriere zu entgehen, fügte er sich und übernahm 1893-98 den Aufbau der von der AEG gegründeten Elektrochemischen Werke in Bitterfeld und Rheinfelden.

Rathenau bei Wikipedia >>>

Zitate:


"Kunst ist unbewusste, wirksame Betrachtung des Göttlichen."
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"Die Kunst bedarf der Schranken; und ihre vornehmste Schranke ist das Volk und dessen natürlicher Geschmack."
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"Die Kunst hat vom Baum der Erkenntnis nicht genossen. Sie lehrt uns die unendlichen Gesetze der Welt fühlen und ahnen, aber nicht erkennen."
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"Sei gewarnt vor trister Kunst! Sie ist die Kunst der Zweckmenschen. da ihre Lebensbestimmung trübsinnig ist, können sie allein derlei Künste schaffen und ertragen."
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"Eleganz ist gemeisterte Verschwendung."
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"Alle Künste sind androgyn. Außer der Kunst des Denkens."
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"Unsere Kunst leidet am Überfluß der Talente und am Mangel der Persönlichkeit."
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"Wie in einem lebendigen Körper die Säfte dahin strömen, wo die Natur ein starkes Wachstum fordert, sei es, daß eine Wunde vernarbt oder eine Stütze geschaffen oder eine Blüte erzeugt werden soll, so strömen die geistigen Potenzen und Talente einer Nation in diejenigen Berufsprovinzen, die einen besonderen Aufwand an Kräften verlangen und rechtfertigen. Deshalb wird in unserer Zeit die Provinz der Künste, man möchte sagen vom Landsturm, ja teilweise vom Invaliden geschützt, während die stärkste Mannschaft des Landes sich in die aktiven Berufe drängt, wo es gilt, Angriffen zu wehren und Grenzen zu erweitern."

Rollan, Romain Rilke, Rainer Maria