1927 Ausstellung in Paris

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Über Paul Klee

 

in:-Cahiersd'Art', 2. Jg., 1927, Nr. 2, S.6

 

 

 

"Paul Klee weist uns in seinem Katalog darauf hin, daß er sich im Herzen der Schöpfung befinde. Das ist so, ganz ohne Zweifel, denn dort liest er die poetischen Vorwürfe für seine Werke auf. Und von dort bezieht er seine Vision der sich bildenden Welten, der im Saatkorn, im Keim erst vorhandenen Welten, die noch von nichts fixiert worden sind außer von dem Wunsch nach Geburt, Verbindung, Umgang und Altern. Vor der Vision des Malers ist nichts dagewesen. Wahrscheinlich geschieht auch nichts mehr, wenn diese Vision einmal aufgenommen worden ist. Alles Ist Präsenz, ist präsent, alles ist der Augenblick des Malens und zeugend Erfassens. Und alles lebt

 

nur daraus, bezieht nur daraus seine Bedeutung. Die Vorwürfe Paul Klees stammen aus allen literarischen und poetischen Ansätzen, aber erst der Maler macht etwas aus ihnen. Die kleinen Stücke, die er uns zeigt, sind voller Anmut, von denkbar großer Delikatesse und feinsten Nuancen. Doch ihre luftige Zerbrechlichkeit hindert sie nicht daran, neben anderen auch architektonische Qualitäten zu haben."