1941 Reden und Aufsätze

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Alfred Rosenberg: Tradition und Gegenwart - Reden und Aufsätze

IV. Band, Blut und Ehre (S. 31 - 40)

München, 1941

Der 1893 geborene Alfred Rosenberg war von 1933 bis 1945 Reichsleiter des Außenpolitischen Amtes der NSDAP; 1941 bis 1945 Reichsminister für die besetzten Ostgebiete; am 16.10.1946 wurde er als Kriegsverbrecher hingerichtet.


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Kunst muß aus der Stille kommen

Auf den Musiktagen der Hitlerjugend in Braunschweig sprach Reichsleiter Rosenberg am 1. November 1936 über die seelischen Lebenskräfte, die eine tief im Volk wurzelnde Kunst zu geben vermag. Die Achtung und Ehrfurcht vor dem Genie und Talent, die Bereitwilligkeit, alle echten und lebensnahen Kräfte zu fördern, aber auch der Mut, das Pfuschertum aus unseren Reihen zu entfernen, werden jene künstlerischen Schöpferkräfte wecken, die uns von der entarteten Auffassung der Kunst als Massenware hinwegführen zu einer wahren Kunstpflege als tiefstem seelischem Erlebnis eines Volkes.

Als die nationalsozialistische Bewegung mit ihrem Kampf begann, aber auch in den späteren Jahren, da war es ihr besonderer stolz, inmitten einer unübersichtlichen Millionenmenge eine Minderheit darzustellen. Sie hatte empfunden, daß im Kampf einer kleinen Schar mit einer ganzen Welt ein altes Gesetz lebendig wurde, nämlich, daß nur aus einer Minorität heraus ein schöpferisches Gebot der Zeit entstehen kann. Sie hat diese Anschauung auf allen Gebieten des Lebens durchgefochten. Sie hat einen schweren Erziehungsprozeß von 14 Jahren Kampf hinter sich. Als sie schließlich siegte, hat sie ihre Grundsätze nicht aufgegeben. Die NSDAP ist auch heute noch in Deutschland als Führung eine Minderheit und soll es für alle Zukunft bleiben. Nichtsdestoweniger können wir aber den Prozeß feststellen, daß diese Minderheit, einmal zum siege gelangt, von Jahr zu Jahr Millionen um sich sammelte und daß jede neue Werbung unter jungen Menschen in uns allen eine neue Freude ausgelöst hat. Wir waren froh, daß dieser Kampf einer Minderheit tatsächlich inneres Gesetzt für immer neue Menschen wurde, und daß fast die ganze Nation bei großen

 

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Aufrufen sich geschlossen hinter den Führer und die Bewegung stellte. Aber inmitten dieser Freude über diese zunehmende Liebe des Volkes zu Führer und Bewegung könnte doch vielleicht einmal die Gefahr auftreten, daß in dieser Freude über die Millionen, die zu uns gekommen sind, das innere Gesetz der NSDAP, daß große schöpferische Taten von einzelnen Menschen ausgehen, vergessen würde. Und darum glaube ich, wenn sich hier die Zukunft der Nation auf dem Gebiete der Musik und der Kunst versammelt, daß sie dieses Gesetz nicht vergißt, sondern es auch bewußt in ihren Reihen durchlebt.

Da hat neulich ein Mann der Wissenschaft an mich die Frage gestellt, ob ich glaube, daß es richtig sei, wenn eine konkrete große wissenschaftliche Arbeit von einer Kameradschaft gemeinsam verfaßt würde. Ich habe ihm gesagt, daß ich ihm eine bildliche Antwort geben müßte. Glauben sie, sagte ich, daß ein Maler, der etwas auf sich hält, sich bereit erklären wurde, mit noch zehn anderen Malern zusammen ein Gemälde zu malen? Jeder, der etwas in sich fühlt, würde ein solches Verlangen ablehnen, weil dadurch nicht etwa eine Gemeinschaftsarbeit gefördert werden wurde, sondern eine Zusammenlegung verschiedenster Formen und Temperamente, die dann nicht ein großes Gemälde ergeben, sondern ein Durcheinander malerischer Formengestaltung mit sich bringen würde. Und was hier für eine wissenschaftliche Arbeit gilt, gilt selbstverständlich auch für alle Kunstgebiete. In der Kunst erscheint uns die Persönlichkeit gleichsam am augenfälligsten in der Geschichte. Dieser Begriff der Persönlichkeit hat aber in der Vergangenheit viele Schattierungen erfahren. Viele Begriffsauffassungen über das, was man Persönlichkeit nennen will, haben die Gedanken vieler Geschlechter beherrscht, und wir können feststellen,

 

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daß auch unsere Zeit zu dieser Idee eine neue Stellung eingenommen hat. Einmal galt die Entfesselung des Ichs von unerträglich gewordenen früheren Schranken als eine Erlösung eines ganzen Geschlechts. Dann begriff man diese Loslösung rein wirtschaftlich, und was wir als Individualismus bezeichnen, war nur die eine Außenseite des Verlustes aller früheren inneren Bindungen. Von einer höheren Ebene predigte die liberale Welt das kulturell autonome Ich und seine minutiöse Pflege auf allen Gebieten der Kunst und der Wissenschaft als das einzige und größte Ziel der menschlichen Bildung. Auf dem Gebiet des rein Wirtschaftlichen sowie auf dem des Kulturellen war eben diese allgemeine Loslösung nicht nur ein Vonsichwerfen zeitlich bedingter Formen, sondern zum größten Teil auch gleichbedeutend mit dem Verlust von Bindungen überhaupt. so geht das, was wir das 19. Jahrhundert nennen, im Zeichen dieser inneren Abkehr von einer Vergangenheit vor sich und die politische und sonstige Zersplitterung, die wir schließlich in ein Chaos ausmünden sehen, hat ihren Ursprung in einer scheinbar unmerklichen und doch entscheidenden Abkehr des Geistes, in einer scheinbar nicht großen Wendung in der Richtung, die doch im Rhythmus der Zeit Menschen vollständig auseinander und nicht zueinander entwickelte. Wir empfinden heute die echte Persönlichkeit nicht mehr als gleichgesetzt mit dem autonomen Ich, oder mit dem wirtschaftlichen Individualismus, sondern gerade als die Krönung, als das Symbol der tiefsten Bindung an eine bestimmte Bluts- und Seelengemeinschaft einer Nation.

Durch die Tatsache, daß diese Sehnsucht nach großen Persönlichkeiten in unserer Jagend in diesen letzten Jahren immer größer geworden ist, zeigt sich der Versuch, die Bindungen, die schon früher bestanden, noch weiter zu bereichern. Dieses suchen nach neuen Bindungen und

 

 

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neuen Menschen, ist nicht etwa eine Verarmung oder Zerschlagung der deutschen Geschichts- und Kunstauffassung, sondern ganz im Gegenteil: hier spricht der Versuch einer weiteren Bereicherung durch alles das, was Deutsche in der Vergangenheit und in der Gegenwart Großes hervorgebracht haben. Die Persönlichkeit erscheint uns deshalb nicht etwa losgelöst von irgendeiner Gemeinschaft, sondern als ihre Krönung. Ich und Gemeinschaft find nicht etwa Dinge, die man für sich allein oder gar voneinander gelöst betrachten kann, sondern die man immer vor Augen haben muß, wenn man Menschen- und Kunstgeschichte verstehen will. Wenn wir die Freude haben, 60 Millionen Deutsche immer fester an Führer und Bewegung zu binden, so werden wir nie dieses große Gebot vergessen, tiefste Ehrfurcht vor dem Genie zu haben, hohe Achtung einem jeden urwüchsigen Talent gegenüber, Bereitwilligkeit zur Förderung aller jener echten und strebenden Kräfte, die überall in Deutschland heute lebendig werden, aber auch zugleich den Mut, das Pfuschertum aus unseren Reihen zu entfernen. Wir werden uns bemühen, daß ein Genie in Deutschland nicht mehr zu verhungern braucht, damit man erst in hundert Jahren seinen Werken ein Denkmal fetzt. Wir werden es als unsere Pflicht empfinden, alles das zu fördern, was irgendwie kampfestüchtig in dieses Leben getreten ist und mutig die Formen dieses Lebens auf allen Gebieten würdigen will. Wenn wir das heute erkennen, so soll das nur die äußere Erscheinung eines inneren Impulses sein, der uns auf allen Gebieten 14 Jahre lang getragen hat.

Die deutsche Revolution war nicht etwa die Erfüllung von so und so viel Paragraphen, sie war nicht die Setzung einiger weniger nur von ihrer Vernunft geleiteter Menschen, sondern sie war einer der großen Charakterprozesse der deutschen Geschichte, d. h. sie war die Freimachung

 

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eines Willens, der durch Menschen fremder Leidenschaften mißgeleitet wurde und der endlich zu sich selber gefunden hat.

Durch dieses innere Erleben ergibt sich, glaube ich, eine andere Einstellung zu dem, was man Kunsterleben und Kunstästhetik nannte. Genau so, wie in der Bewertung von Persönlichkeit und Gemeinschaft das politische und soziale Denken des 19. Jahrhunderts bestimmte Formen annahm, so hat auch das, was man Ästhetik nannte - künstlerisches Empfinden und Kunstbetrachtung -, eine sehr verschiedenartige Auslegung erfahren. Ein ruhiges Geschlecht, das abgeklärt auf das alte Griechenland blickte, glaubte in dieser Kontemplation das Endergebnis des Kunsterlebens feststellen zu müssen. Das war aber im Grunde eine Selbstgenügsamkeit dieses auch sonst gelösten Individuums; es war eine Verneinung aller tieferen Leidenschaften, die irgendwo am Anfang und am Ende nicht nur einer Weltanschauungsgeburt stehen, sondern auch in der stunde, wo ein großes Kunstwerk der WeIt geschenkt wird. Und hier glaube ich eine neue innere Bereitschaft zur deutschen Kunst und zum Kunsterleben überhaupt feststellen zu können. Wir erleben heute nicht die Beschaulichkeit an sich als das Erde, sondern wir glauben, daß die Leidenschaft, die ein großes Werk schuf, mit dem inneren Wesen des Beschauers und Genießers zusammenstimmen muß, d. h. daß wir die Pflicht haben, jene Kräfte wieder zu entdecken, die am Anfang der Schöpfung eines Werkes standen, daß wir Funken jener Leidenschaft wieder empfinden, die einmal als Ausgangspunkt

hinter einer Symphonie von Beethoven stand, damit dieses Werk überhaupt entstehen konnte. Es ist also damit eine Willenserweckung verbunden, d. h. es ist wieder der ästhetische Wille anerkannt, der über 100 Jahre von einer weltfremden Kunstphilosophie verneint wurde.

 

 

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Das haben die großen Künstler selbstverständlich immer gefühlt. Was ein Nietzsche über die Geburt eines großen Wertes schrieb, was Beethoven über Mozarts Musik sagte, das sind alles Selbstverständlichkeiten, von einer ästhetischen Verirrung unbelastete Urkunden der Wahrheit. Wir finden wieder zu dieser Urform des Kunsterlebens zurück. Und wenn wir heute - zusammenfassend gesprochen - diesen Willensimpuls und die Neuentdeckung dieses Willensantriebes preisen wollen, so preisen wir damit zugleich das Spannungsverhältnis, das zwischen großen Temperamenten besteht Wir dürfen vielleicht sagen, daß inmitten des europäischen Künstlertums sich zwei Typen herausgebildet haben, nicht etwa aus Formen irgendwelcher Schuldoktrinen, sondern als Folge eines nicht weiter erklärbaren inneren Impulses. Der eine Typus will gewissermaßen die Festung von einer Seite stürmen, um sie sich von dieser einzigen Seite zu erobern. Diese Künstler sind gleichsam von einer Manie befallen und sehen von der übrigen Welt nahezu nichts mehr. Das war jener Impuls, der Beethoven antrieb, der einen Rembrandt in Besessenheit versetzte und einen Michelangelo beflügelte. Und der andere von der großen Idee getriebene Typus will diese Festung der Seele nicht von einer Seite erobern, sondern will sie gewissermaßen von allen Seiten umzingeln. Das war das innere Gesetz des Handelns der Universalgenies, eines Leonardo da Vinci und eines Goethe. Und zwischen den extremen Leidenschaften auf der einen Seite und der inneren großen Stille auf der anderen vollziehen sich jene Spannungen, in denen wir alle leben wollen, weil sie uns erst eigentlich zur richtigen Harmonie führen.

Was das vergangene Zeitalter des Biedermeier und des Klassizismus über Harmonie lehrte, das wissen wir alle. Das war zum großen Teil ein Pendeln um das Mittelmaß

 

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herum und die innere Beglückung, von großen Leidenschaften nicht bedroht zu werden. Wir dagegen glauben, wenn wir diese großen Spannungen unseres Lebens heute sehen, sie selbst ja zum großen Teil mit hervorgerufen haben, daß das Leben inmitten dieser Leidenschaft selbst den Ausgleich schaffen rann, das, was wir heute unter wirklicher Harmonie begreifen. Die Pflege des einsam wirkenden Menschen, die Pflege der stillen Kräfte wird heute eine wesentliche Seite der kommenden Kunstpflege sein. An Leidenschaft fehlt es uns nicht, Leidenschaft sehen wir am Werke bei uns, aber auch bei unseren Gegnern. Es wird nötig sein, auf dem Gebiete weltanschaulicher Betrachtung und der Kunstpflege jenem stillen Wirken wieder innere Kraft zu geben, die es als wirklich schöpferisches Stimmungs- und Spannungselement gegenüber der Leidenschaft hervortreten läßt. Dann erst, glaube ich, werben wir den wirklich tiefen Ernst der Kunst, aber auch die echte Freude dieser Kunst erleben können. Erst diese innere, nicht mit Händen zu greifende Stimmung, die doch bei einem festen Menschen fester ist als Granit, wird fähig fein, einen neuen Lebensstil hervorzubringen, d. h- eine neue klare innere Gestalt und ein neues Verständnis für große Formen.

Wer heute aufmerksam unser Leben betrachtet, der wird nicht selten feststellen können, daß Menschen besten Willens gerade für dieses Gesetz der inneren Gestalt und Form wenig Instinkt und Verständnis aufzubringen vermögen. Wir sehen Menschen nicht so sehr zwischen der einen und der anderen Spannung schöpferischer Gedanken, sondern wir sehen sie nur zwischen Extremen hin und her pendeln. Wir können feststellen, daß mancher bereit ist, zunächst ein asketisches Lebensideal zu bejahen, mit Vorsicht und innerer Angst vor jedem lustigen Liebeslied oder vor Tanzmusik, bis er schließlich durch den Lebensimpuls unserer

 

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Bewegung fortgerissen, erkennt, daß diese Bewegung eine lebensfreudige und lebensbejahende ist; dann wechselt er nach kurzer Zeit in das andere Extrem hinüber, wird ein Förderer von Obszönitäten und lehnt es schließlich ab. überhaupt an den Dingen eine tiefer wertende Kritik anzusetzen.

Es gibt Menschen, die begriffen haben, daß wir gegen einen Kulturzerfall kämpfen und daß wir diesen Zerfall mit dem Wort "Kulturbolschewismus" bezeichnen. Sie brauchen dieses Wort gegenüber allen unbequemen Erscheinungen und zu gleicher Zeit sehen wir, daß dieselben Menschen gerade Förderer jener werden, die mit Verursacher des wirklichen Kulturbolschewismus gewesen sind.

So zeigt Sich manchmal noch ein flatternder Instinkt, ein Mangel an Haltung gegenüber wirklich zersetzenden Elementen und ein Mangel gegenüber der Freude Sowie gegenüber dem Ernst. Und auf der anderen Seite kann die Gefahr entstehen, daß man gerade, weil man Millionen und aber Millionen in sich heute beherbergt, daran gehen möchte, Kunst und Kultur von einer Millionenmasse aus ZU werten. Wir glauben, daß wenn wir große Persönlichkeiten bejahen, auch die Kulturpflege von jenen Einzelnen ausgehen muß, die diese Kunstpflege und diese große Persönlichkeit innerlich erlebt haben, d. h. man kann Kunst und Kultur nicht wie in einem Warenhaus als Massenkonfektion geliefert erhalten. Man muß sich davor hüten, Volksgemeinschaft mit Masse zu verwechseln. Im Gegenteil, man wird hier auf das Wachstum von unten sehen müssen und nicht so sehr auf einen Schematismus der Erfassung der Menschen von oben. Man muß jene zusammenführen, die die gleiche Sehnsucht haben und jenen Willen wecken, der zu dieser Sehnsucht führt. Vom Menschen aus und nicht von einem Schema aus

 

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ist immer die große, die wirklich echte Entwicklung auf allen Gebieten des Lebens gegangen, und wir dürfen hier auf dem Gebiet der Kunst keine Ausnahme zulassen. Dann werden wir auch der Gefahr entgehen, daß sich um irgendein Kunstdogma eine Sektenbildung vollzieht. Wir werden aber ebenso dann der Gefahr entgehen, in gestaltloser

Masse zu versinken.

Ich glaube, es ist die Aufgabe der Hitler-Jugend, und damit der gesamten deutschen schaffenden Jugend, diese Gedanken zu übernehmen, sie bei sich zu Pflegen und weiter zu entwickeln.

Man kann nicht immer auf der Höhe seiner größten Stunden sein, aber man muß sich vorbereiten, ihnen würdig entgegen zu reifen.

Der Mann und die Frau müssen einst Achtung haben vor den Träumen ihrer Jugend. Würdig dieser Zukunft kann nur eine Jagend sein, die tatsächlich große, echte und tiefe Träume hat, die begriffen hat, daß der nüchternste Tatbestand des Lebens ja nicht im Gegensatz zu einem großen Traumbild zu stehen braucht, ja daß nur da eine schöpferische Zukunft verbürgt erscheint, wo Traumgestalt und nüchternes Lebensschicksal ein und dasselbe sind. Und hier mitzuwirken war die Beglückung unseres weltanschaulichen Kampfes. Es muß auch die Beglückung des Geschlechtes sein, das einmal berufen ist, uns abzulösen, damit jene Träume von uns für immer wirkliches Leben sind und hinüberreichen als neue Überlieferung für kommende Geschlechter und kommende Jahrzehnte und Jahrhunderte. Dieses bestimmte Gefühl auszubilden, das ist mit eine der größten Aufgaben unserer Epoche, die uns kein anderes Geschlecht abzunehmen vermag, weil diese kommenden Geschlechter dieses große Erlebnis unserer Tage gar nicht haben können. Weil wir dieses hatten und weiterhin haben werden, so

 

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legt uns das die Pflicht auf, jenes Lebensgefühl zu stärken und uns immer tiefer bewußt über die Antriebe unseres Kampfes auf allen Gebieten Rechenschaft abzulegen. Deutschland braucht ein gesundes Geschlecht von Staatsmännern, Arbeitern, Forschern und Künstlern, auf daß die deutsche Revolution nicht eine Episode der deutschen Geschichte, sondern die Einleitung der größten Epoche des deutschen Lebens sei.