Klee, Paul - Zitate

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Paul Klee

(1874-1940)

 


Maler und Grafiker (Deutschland)

 

 


"Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar."

 


"Kunst verhält sich zur Schöpfung gleichnisartig. Sie ist jeweils ein Beispiel, ähnlich wie das Irdische ein kosmisches Beispiel ist."

 


"Früher schilderte man Dinge, die auf der Erde zu sehen waren, die man gern sah oder gern gesehen hätte. Jetzt wird die Relativität der sichtbaren Dinge offenbar gemacht und dabei dem Gedanken Ausdruck verliehen, daß das Sichtbare im Verhältnis zum Weltganzen nur isoliertes Beispiel ist und das andere Wahrheiten latent in der Überzahl sind. Die Dinge erscheinen in erweitertem und vermannigfaltigtem Sinn, der rationellen Erfahrung von gestern scheinbar widersprechend. Eine Verwesentlichung des Zufälligen wird angestrebt."

 


"Die Natur kann sich Verschwendungen in allem erlauben, der Künstler muß bis ins letzte sparsam sein. Die Natur ist beredt bis zum Veworrenen, der Künstler sei ordentlich verschwiegen. - Wenn bei meinen Sachen manchmal ein primitiver Eindruck entsteht, so erklärt sich diese Primitivität aus meiner Disziplin, auf wenige Stufen zu reduzieren. Sie ist nur Sparsamkeit, also letzte professionelle Erkenntnis, also das Gegenteil von wirklicher Primitivität."

 


"Zeichnen ist die Kunst, Striche spazieren zu führen."

 


"Bei jedem Kunstwerk von Bedeutung bedenke, daß wahrscheinlich ein Bedeutenderes hat aufgegeben werden müssen."

 


"Kunst ist ein Erinnern an das Uralte, Dunkle, von dem Fragmente noch im Künstler leben."

 


"Der Künstler mißt der natürlichen Erscheinungsform nicht die zwingende Bedeutung bei wie viele der Kritik übenden Realisten. Er fühlt sich an diese Realität nicht so sehr gebunden, weil er an diesen Form-Enden (der Natur) nicht so sehr den Schöpfungsprozeß sieht. Denn ihm liegt mehr an den formenden Kräften als an den Form-Enden."

 


"Die Unterschriften [Bildtitel] weisen nur eine von mir empfundene Richtung. Es bleibt ihnen überlassen, sie anzunehmen oder abzulehnen und eigene zu versuchen [...]. Setzen Sie eine Unterschrift nicht mit einem Vorhaben gleich."