Dubuffet, Jean - Zitate

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Jean Dubuffet

(1901-1985)

 


Maler (Frankreich)

 

 


"Selbstverständlich ist die Kunst ihrem Wesen nach verwerflich! Und überflüssig! Und asozial, subversiv, gefährlich! Und wenn sie das nicht ist, dann ist sie weiter nichts als Falschgeld, leere Hülle, Kartoffelsack ..."

 


"Der Intellektuelle ist hingerissen von Ideen, er ist ein großer Ideenkauer und kann nicht verstehen, daß es noch andere Kaugummi gibt als die Ideen. Aber die Kunst ist nun einmal ein Kaugummi, der nichts mit Ideen zu tun hat. Das verliert man manchmal aus den Augen."

 


"Der künstlerische Schöpfungsakt, der mit so extremer Anspannung einhergeht, und das hohe Fieber, das ihn begleitet, können sie überhaupt normal sein?" (1948)

 


"Die wirkliche Kunst ist immer dort, wo man sie nicht erwartet! Wo niemand an sie denkt noch ihren Namen nennt. Die Kunst verabscheut es, erkannt und mit Namen angesprochen zu werden. Sonst macht sie sich alsbald davon. Die Kunst ist eine Person, die leidenschaftlich an ihrem Inkognito hängt. Sobald es fällt und man mit dem Finger auf sie zeigt, macht sie sich davon und hinterläßt an ihrer Stelle jemanden mit Lorbeerkranz und einem Schild mit der Aufschrift KUNST auf dem Rücken. Jeder besprengt ihn mit Champagner und die Veranstaltungsredner führen ihn an einem Ring durch die Nase von Stadt zu Stadt. Das ist die falsche Kunst."

 


"Ich strebe nach einer Kunst, die direkt an das Alltagsleben angeschlossen ist... die ein unmittelbares Ausströmen unseres wahren Lebens und unserer wahren Stimmung ist."

 


"Die Malerei arbeitet mit Zeichen, die nicht abstrakt und unkörperlich sind wie Worte. Die Zeichen der Malerei sind den Gegenständen selbst viel näher. Darüber hinaus manipuliert die Malerei Materialien, die selbst wiederum lebende Substanzen sind. Deshalb erlaubt es uns die Malerei, in der Annäherung an Dinge und in der Beschwörung viel weiter zu gehen, als Worte dies tun."