Chirico, Giorgio de - Zitate

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Giorgio de Chirico

(1888–1978)

 


Maler (Italien)

 

 


"Früher waren die Maler verrückt und die Bilderkäufer clever. Heute ist es umgekehrt."

 


"Kunst ist keine intellektualistische Schwärmerei."

 


"Kunst im überlieferten Sinne gibt es nicht mehr. Es gibt nur noch kurzlebige modische Einfälle."

 


"Das metaphysische Kunstwerk wirkt fröhlich. Man hat jedoch den Eindruck, daß sich in dieser frohen Welt etwas ereignen müsse, daß andere Zeichen als die schon vorhandenen auf der Leinwand erscheinen sollten. Das ist ein Symptom des Dranges, die 'bewohnte Tiefe' zu erforschen. Die Fläche eines völlig ruhigen Ozeans versetzt uns nicht in Unruhe, weil wir an die Kilometer denken, die uns von seinem Grund trennen. Aber all das Unbekannte, daß sich in der Tiefe verbirgt, beunruhigt uns."

 


"An einem hellen Winternachmittag fand ich mich im Hofe des Schlosses von Versailles. Alles war ruhig und still. Alles blickte mioch seltsam fragend an. Da sah ich, daß jeder Winkel des Schlosses. jede Säule, jedes Fenster eine Seele hatte, eine rätselvolle Seele. Ich betrachtete die steinernen Heroen um mich herum, wie sie unbeweglich unter dem klagenden Himmel dastanden, unter den kalten Strahlen der Wintersonne, die ohne Liebe leuchtet wie die tiefen Lieder. Ein Vogel sang in einem Käfig, der am Fenster hing. Da fühlte ich das ganze Geheimnis, das die Menschen drängt, Dinge zui schaffen. Und die Schöpfungen schienen mir noch geheimnsivoller als ihre Schöpfer."