Böcklin, Arnold - Zitate

Nach oben  Zurück  Weiter

 

 

Arnold Böcklin

(1872-1901)

 


Maler und Bildhauer (Italien)

 

 


"Ein Künstler muß stets darauf achten, daß sich sein Gefühl und sein Verstand gleichmäßig entwickeln, und einer, der zu Sentimentalität und Idealismus neigt, sollte gerade ein nüchtern bewußtes, naturalistisches Studium einschlagen."

 


"Wozu über Bilder schreiben? Die sprechen für sich selbst."

 


"Nichts können ist noch lange keine neue Richtung!"

 


"Technik kann jeder Schafskopf haben, kann jeder lernen."

 


"Und mag ein Ding noch so ungeschickt oder verzeichnet sein, egal, ich will in jedem Strich den Willen sehen, das ist alles, Korrektheit nichts."

 


"So die Sorte Leibl sagt: Wer das Glas da täuschend machen kann, hat mehr geleistet als der ganze Schwind, antworte du: Sieh her! Wenn nun noch eine Hand dazukommt und einer malt die ebenso gut mit - das ist noch mehr! Und wenn dazu noch ein Kopf kommt, der das Glas und die Hand am Mund hat - das ist das Höchste. Wenn der Kopf nun aber Beine hat und geht? - Das kann man nicht mehr machen. - Nein, du nicht. Aber das kann Schwind. Der kann die Leut' auch noch schweben und schwimmen machen, daß man's glaubt. Wer hat nun mehr Natur von euch?"

 


"Der Weg zur Vollkommenheit und zu jedem Fortschritt ist fortwährende Selbstkritik."

 


„Die Porträtkunst ist die elendste Gattung der Malerei, weil bei ihr der Künstler am meisten gebunden ist.“

 


"Die Malerei sollte stets nur Erhebendes und Schönes oder doch unbefangene Heiterkeit darstellen wollen und nie Elend."

 

 


„Eine Gedankenlosigkeit, eine Verwirrung herrscht da, die unglaublich ist. Man weiß nicht, was vorn und hinten ist, warum das da ist, - nur um sich gegenseitig zu stören, - man weiß nicht, mit was für einem Schädel man es zu tun hat … Makart ist übrigens durchaus kein Schwindler. Was er macht, ist sein, und wenn es auch nicht sehr hoch steht, so hat er es doch auch nie für mehr ausgegeben. Andere haben anderes für sich darin gefunden, haben es anders genannt, und - mein Gott - er hat es sich gefallen lassen". (Böcklin über den Malerfürsten Makart)

 


„Ich sei intolerant, sagen die Leute, gegen andere Richtungen. Richtungen! Es gibt nur eine Kunst, aber so viele Individualitäten wie wirkliche Künstler oder solche, die es ehrlich werden wollen. Aber Affaristen und Leute, die sich vor ein gefälliges Stück Natur setzen, um es nachzuahmen und höchstens den Ausschnitt aus dem Ganzen, das Format, bestimmen, sind eben keine Künstler."

 


„Ich sehe gar nicht ein, warum ich hübsche Weiber malen muß. Ich male ja nicht aus Höflichkeit, oder damit es jedem geilen Kerl gefällt."

 


„Der andere soll aus meinen Bildern verstehen, was ich an Natur, Leben etc. genossen habe; also muß ich mir vor allem klar darüber sein und mich klar ausdrücken können."

 


"Wie ich aber einstweilen die Sache noch ansehe, scheint mir wenig Aussicht zu sein, dass die Kunst in der Schweiz jemals auf einen grünen Zweig komme, trotz der besten Ausstellungen mit gutem Licht etc., da das Kunstinteresse im Allgemeinen gering ist."

 


"Geben mir die Götter nur ein stilles Plätzchen, wo ich für mich ungeschoren leben kann. Schauen und schaffen möchte ich und mich fern von allem Kunstgesindel halten."

 


"Kinder sind diese Florentiner, ärmliche hohle Gesellen sind diese Botticelli etc."