Arp, Hans - Zitate

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Hans Arp

(1887-1966)


Maler, Bildhauer und Dichter (Deutschland)

 


"Der Dadaismus hat die schönen Künste überfallen. Er hat die Kunst für einen magischen Stuhlgang erklärt, die Venus von Milo klistiert, und "Laokoon und Söhnen" nach tausendjährigem Ringkampf mit der Klapperschlange ermöglicht, endlich auszutreten. Der Dadaismus hat das Bejahen und Verneinen bis zum Nonsens geführt. Um die Indifferenz zu erreichen, war er destruktiv."

 


"Die Mitternacht der Kunst schlägt. Die schönen Künste werden in Acht und Bann getan. Der Abgott-Künstler ist ein Vorurteil der Vergangenheit. Der Suprematismus preßt die ganze Malerei in ein schwarzes Quadrat auf einer weißen Leinwand zusammen. Die Kunstbörsen haben durch die Inflation des Quadrats jedem das Mittel gegeben, Kunst zu treiben. Die Herstellung von Kunstwerken ist nun einsichtigerweiße so erleichtert und vereinfacht, daß man seine Werke am besten telephonisch, vom Bett aus, bei einem Anstreicher bestellt."

 


"Dada ist für den Unsinn, das bedeutet nicht Blödsinn. Dada ist unsinnig wie die Natur und das Leben. Dada ist für die Natur und gegen die Kunst. Dada will die Natur, jedem Ding seinen wesentlichen Platz geben."

 


"Ich bin der große Derdiedas. Das rigorose Element. Der Ozonstengel prima qua. Der anoyme Einprozent."

 


"Die Kunst aber ist Wirklichkeit, und die gemeinsame Wirklichkeit muß über dem Besonderen laut werden."

 


"Francis Picabia ist der Christoph Kolumbus der Kunst. Sein philosophischer Gleichmut, sein schöpferisches Spiel und seine handwerkliche Kaltblütigkeit sind von keinem andern erreicht worden. Er steuert sein Schiff ohne Kompaß. Er hat die 'konkreten Inseln' entdeckt, auf denen die abstrakten Herren einander fressen."

 


"Die Mitternacht der Kunst schlägt. Die schönen Künste werden in Acht und Bann getan. Der Abgott-Künstler ist ein Vorurteil der Vergangenheit. Der Suprematismus preßt die ganze Malerei in ein schwarzes Quadrat auf einer weißen Leinwand zusammen. Die Kunstbörsen haben durch die Inflation des Quadrats jedem das Mittel gegeben, Kunst zu treiben. Die Herstellung von Kunstwerken ist nun einsichtigerweiße so erleichtert und vereinfacht, daß man seine Werke am besten telephonisch, vom Bett aus, bei einem Anstreicher bestellt."