Heuss, Theodor - Zitate

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Theodor Heuss

(1884-1963)


Bundespräsident (Deutschland)

Theodor Heuss bei wikipedia >>>

 


"Politik kann nie Kultur, Kultur aber Politik bestimmen."

 


"Alle Kunstgestaltung ist nicht vom Stofflichen her bestimmt, sondern ist Überwältigung des Materiellen vom Geistigen."

 


"'Man nehme...", so begannen oder beginnen noch die Kochbücher, um die Proportionen in der Zuteilung von diesem oder jenem mitzuteilen, damit ein Gericht schmackhaft werde. Aber dieses Buch gibt ja keine 'Rezepte', mit deren Befolgung ein einigermaßen geglückter Versuch erreicht wird, sondern erläutert und berät, wie man den Versuch wagen soll, wie es mit der Art des Handwerkzeuges bestellt ist, wie es behandelt werden will, worin die Techniken sich unterscheiden, mit denen man an das Wagnis herangehen mag, hinter dem das ehrwürdige und gewiß zunächst einschüchternde Wort 'Kunst' steht."

 


"Offenbar hat sich der 'Ruf', daß ich ein zeichnender Dilettant bin, so weit verbreitet, daß man mich bat, diesem schönen Werk ein paar Worte voranzustellen. Ich habe mit einer bejahenden Antwort nicht gezögert, denn wie oft hae ich jungen Menschen, die 'auf Fahrt' gingen, den Rat gegeben: nehmt ein Skizzenbuch, haltet ein Stadttor fest, die Bewegung einer Hügelgruppe zum Tal, den Nepomuk auf einer Brücke, die barocke Zier eines Parktore u.s.f. Ihr werdet reicher, sicher glücklicher nach Hause kommen."

 


"Diese Kunst ist in so angenehmer Weise altruistisch - sie stört niemanden; mit diesen Worten soll keine posthume Polemik gegen die klavierübende Jungfrau zum Druck befördert werden, die einmal durch lange Zeit mein Arbeitsleben genußvoll verdüsterte. Und fast jede Zeichnung - draußen, auf der Wanderung - trägt eine Anekdote mit sich: da Gespräch mit einer bayrischen Bäuerin, dort ein höchst wirkungsvoller Fluch gegen eine Rasselbande arabisch-israelischer Buben, hier plötzliches Abbrechen wegen Gewitter und guter Schnaps im rettenden Nachbarhaus."

 


"Man nehme... keinen Radiergummi!"

 


"Es gibt eine Kunst, die ihrem elementaren Wesen nach von allen Dingen abstrahiert. Sie hat sich deshalb auch eine Zeitlang 'abstrakt' genannt, beginnt aber jetzt, wenn ich richtig sehe, dies etwas alberne Wort zu verabschieden, begreifend, daß jede Linie schon eine 'Abstraktion' gibt."