Friedrich Nietzsche
(1844-1900)

Maler, Bildhauer, Architekt, Dichter (Italien)
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"Die Kunst ist mehr wert als die Wahrheit."

 

"Die Kunst geht von der natürlichen Unwissenheit des Menschen über sein Inneres (in Leib und Charakter) aus: sie ist nicht für Physiker und Philosophen da."

 

"Die Kunst ist eben gar nicht für diese Thätigen da, sondern für jene, welche einen Uberschuß von Muße haben und also ihren höchsten Ernst ausnahmsweise dem Künstler schenken können: für die Existenz dieser Klasse der müssigen Olympier haben jene Thätigen (seien sie Arbeiter oder Banquiers oder Beamte) mit ihrer Uberarbeit zu sorgen. Ist die Existenz dieser Klasse ein Übel, so ist auch die Kunst ein Übel. Kunst die Thätigkeit der Müssigen."

 

"Die Kunst ist die freie überschüssige Kraft eines Volkes, die nicht im Existenzkampf vergeudet wird."

 

"Wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen."

 

"Das absolute Wissen führt zum Pessimismus: die Kunst ist das Heilmittel dagegen."

 

"Der Künstler empfindet das, was die Nichtkünstler “Form” nennen, als Inhalt."

 

"Die Meisterschaft ist dann erreicht, wenn man sich in der Ausführung weder vergreift, noch zögert."

 

"Nicht selten begegnet man Kopien bedeutender Menschen; und den meisten gefallen, wie bei Gemälden so auch hier, die Kopien besser als die Originale."

 

"Die Kunst ist für uns Beseitigung der Unnatur, Flucht vor der Kultur und Bildung."

 

"Der Nüchterne, der Müde, der Erschöpfte, der Vertrocknete (z.B. ein Gelehrter) kann absolut nichts von der Kunst empfangen, weil er die künstlerische Urkraft, die Nötigung des Reichtums nicht hat: Wer nicht geben kann, empfängt auch nichts."

 

"Es ist ein Nachteil für gute Gedanken, wenn sie zu rasch aufeinanderfolgen; sie verdecken sich geenseitig die Aussicht. - Deshalb haben die größten Künstlerund Schriftsteller reichlichen Gebrauch vom Mittelmäßigen gemacht."

 

"Die Kunst ist die Form, in der die Welt unter der Wahnvorstellung ihrer Nothwendigkeit erscheint. Sie ist eine verführerische Darstellung des Willens, die sich zwischen die Erkenntniß schiebt."

 

"Kunst kommt von Können. Käme es von Wollen, so hieße es Wunst."